Jena, wie es singt und lacht in der Schwarzbiernacht!



Quelle: http://www.schwarzbiernacht.de
Es war mal wieder Schwarzbiernacht und das verträumte Jena wurde aus seinem Winterschlaf gerissen und ordentlich gerockt. Besser gesagt Jena wurde vom Disco-Fieber befallen. Die Gruppe Boney M. gab sich anlässlich der Köstritzer Schwarzbiernacht die Ehre und heizte ordentlich ein. Boney M., deren Erfolge hauptsächlich in den 70er Jahren statt fanden, als sie mit Hits wie Daddy Cool, Rivers of Babylon, Sunny und vielen weiteren die ganze Welt begeisterten, sind zwar etwas in die Jahre gekommen und nicht mehr in der Orginalbesetzung, aber kein bißchen schlechter geworden in den letzten 33 Jahren. Man merkte eigentlich nur dem Publikum die vergangenen drei Jahrzehnte an, als es die Boney M. in Jena Willkommen hieß. An der Sängerin und einzig verbliebenem Orginal-Mitglied der Band, Liz Mitchell schien die Zeit hingegen ohne Spuren vorüber gegangen zu sein. Mit unglaublicher Stimme und unglaublicher Präsenz heizte sie dem Publikum der Schwarzbiernacht ein und lockte mit all ihren großen Welthits auch die zurückhaltendsten Zuschauer aus der Reserve und führte sie in die eigene Jugend zurück. Hier ein paar Impressionen aus erster Hand von der Jenaer Schwarzbiernacht und dem Auftritt von Boney M.!






Wer nach dem grandiosen Auftritt von Liz Mitchell und Boney M. immer noch nicht nach Hause wollte, konnte sich aus fast 40 Live Musik-Angeboten in vielen verschiedenen Bars das Passende aussuchen und hoffen, dass noch ein Platz frei war. Abschließend lässt sich die Köstritzer Schwarzbiernacht als durch und durch gelungene Veranstaltung, mit tollen Live Musik-Auftritten beschreiben, bei der die Generation 40+ für eine Nacht die Vorherrschaft in der Club- und Kneipenszene der Studentenstadt Jena erobert hat. Man kann sagen, dass Jena, vom jüngsten bis zum ältesten Bürger, bis in die Nacht gefeiert hat und sich schon einen Tag danach auf die nächste Schwarzbiernacht im kommenden Jahr freut.

Image ist alles!

Nachdem ich kürzlich über eine Werbekampagne die von einer Angestellten zunichte gemacht wurde, kann ich heute von einer Imagekampagne berichten die sich selbst persifliert!

Die Stadt Jena hat seit längerer Zeit ihre Kampagne „Hauptwohnsitz“ am laufen.
Warum? Jena liegt an einem Schwellenwert und hat knapp über 100.000 gemeldete Einwohner (Hauptwohnsitz) und zählt damit als Großstadt und bekommt reichliche Zuschüsse vom Bund. Wenn Jena unter diesen Wert fällt verliert sie diesen Status und bekommt weniger Zuschüsse. Aktuell sind 26.000 Studenten in Jena ansässig und viele von ihnen melden sich nicht in Jena als Hauptwohnsitz sondern nur als Nebenwohnsitz (alles nur um die heimischen Wurzeln unter Mamis schoss nicht vollständig auszureißen).

Wie dem auch sei ist Jena sehr daran interessiert dass möglichst viele Studenten sich hier mit Hauptwohnsitz anmelden.

Nach dieser kurzen Einführung zurück zum eigentlichen Thema. Wie ich heute Mittag so aus der Bibliothek stolpere kommt mir eine blonde Stewardess im Minirock entgegen.

Meine ersten Begeisterung die aufgrund des schönen entstanden war, wich einer Frage: „HÄH?“
Wat will sie denn hier. Ich schaute mich noch mal um sicher zu sein dass ich noch vor der Bibliothek stehe. Als ich mich überzeugt hatte nicht an einem Flughafen oder in dessen nähe zu sein näherte ich mich ihr langsam (nur um zum Ausgang zu kommen). Sie lächelte mich an, hauchte mir zu, „na auch was zum basteln?“. Noch während ich mich fragte was sie mit der Anmache zu erreichen versucht drückte sie mir eine kleine Tüte in die Hand und ging weiter.

Als ich die Tüte öffnete und hinein griff, hatte ich als erstes einen Flyer mit dem Aufdruck „FlyParadise“. Ohne weiter zu lesen griff ich wieder in die Tüte und zog ein kleines Flugzeug zum Basteln hinaus. Jetzt wusste ich was sie mit dieser „Anmache“ bezweckte. Weiterhin fand ich eine kleine Plastiktüte mit zwei Gummitieren (die sich später als Ohrstöpsel herausstellen sollten), ein Kondom und eine Karte mit einem Bild vom Intershop Tower in Jena.


Warum ich diese Geschichte erzähle und wie sie mit den anfänglichen Ausführungen zusammenpasst?

Bei dieser Stewardess und ihrer kleinen Tüte handelt es sich um die neue Werbekampagne der Stadt Jena in ihrer Hauptwohnsitz Kampagne!

Ich las den Flyer noch mal etwas gründlicher. „Willkommen an Bord der Maschine Jena2008 der FlyParadise Airline mit dem Ziel Jena Hauptwohnsitz!“


Daraufhin wurde ausgeführt, dass man doch beim Bürgeramt einchecken soll.

Während ich jetzt das ganze Wochenende mit meinem selbstgebastelten Flugzeug spiele, werde ich mich wohl fragen, warum Jenas Hauptwohnsitz ein Flughafen ist und was mir diese Zusammenstellung der Präsente (ich erinnere: Kondom, Ohrstöpsel, Flugzeug und Postkarte) über Jena als Hauptwohnsitz zu sagen versucht und ein wenig an die blonde Stewardess und ihre wundervolle Anmache denken.

Hier nochmal die Tüte in visualisierter Form:



Und naja das Flugzeug funzt och nicht richtig wie man hier sieht!

Morgens um 10 in Jena

Heute mal ein paar morgendliche Impressionen aus meiner aktuellen Wahlheimat.

Ich präsentiere euch den "Penis Jenensis" alternativ auch IntershopTower oder Keksrolle genannt. Einfach zu beschreiben als das wahrzeichen Jenas und eines der eindrucksvollsten Phallussymbole. Dieser besinnliche Moment wurde an einem Freitag um kurz vor 10 eingefangen. Ein wirklich traumhafter Anblick!